Auf ein Wort

Ein letztes Mal ...

So ist das in diesen Tagen häufig. Ich denke und mache - ein letztes Mal.

Und so schreibe ich auch das letzte Mal vor meinem Eintritt in den Ruhestand "Auf ein Wort", eine Rubrik, die mir lieb geworden ist.

Zum einen, weil ich ganz Unterschiedliches darin schreiben konnte: Geistliches, Nachdenkliches, Stilles und Aufrüttelndes (zumindest sollte es das manchmal tun), und immer bezogen auf Dinge, die gerade anlagen, die mich oder die Gemeinde bewegt haben oder die auch die Kirchenjahreszeit nahegelegt haben: Ostern, Weihnachten, Erntedank ...

Zum anderen mag ich sie, weil auch andere darin ihre Gedanken geteilt haben und ganz andere Gedankenanstöße gegeben haben. Und uns an ganz eigene Orte mitgenommen haben: u.a. Hilde Hoffmann in den Rehagen, Sylvia Heitmann zu "fridays for future".

Nun also ist für mich das letzte Mal dran. Und was liegt an?

"Tschüss!" sagen. Und "Danke!" sagen. Und "Alles Gute wünschen, für alles was kommt".

Zuerst "Danke!". Ihnen und Euch als Leserinnen und Lesern des Gemeindebriefes und meinen beiden Mitstreiterinnen Sylvia Heitmann und Gerhild Krieger-Kopperschmidt. Gemeinsam haben wir versucht den Gemeindealltag mit allem, was anlag, transparent zu machen. Wer den Gemeindebrief gelesen hat, konnte eine Ahnung davon bekommen. Allein ging das nicht, andere haben mitgeschrieben. Zum Beispiel "Wissenswertes" und ganz alltägliche Hinweise auf das, was kommt - "Danke" auch Ihnen und Euch! Und auch denen, die viermal im Jahr die Wege in die Häuser gegangen sind, um ihn zu Ihnen und Euch zu bringen. Unzählige Kilometer waren das in diesen 10 Jahren bestimmt.

Mich hat immer ein Gedanke bewegt: Erreichen wir Sie wirklich? Es gab Rückmeldungen, mit Gedankenanstößen, Kritik und Weiterführendem, aber auch Irritierendes. Als wir gefragt haben, was Sie und Ihr Euch im Gemeindebrief wünscht - acht Rückmeldungen haben wir bekommen. Aber das andere überwiegt und hat Freude gemacht.

Nun also "Tschüss!". Das klingt nüchtern, ist es aber nicht. Es bewegt mich, das zu schreiben, und ich habe Viele von Ihnen und Euch dabei vor Augen. Ich freue mich auf die Zeit, die kommt, aber es gehört, wenn man irgendwo angekommen ist und dann geht, auch das weinende Auge dazu. Das klingt hier mit.

Und nun: "Alles Gute. Passen Sie und passt Ihr auf Euch auf!". Auch an die, denen ich hier nicht "Danke" gesagt habe, denn hier sind wir gerade beim Gemeindebrief. Das "Danke!" an all die anderen ist hier mitgedacht, bekommt aber an anderer Stelle in diesen Tagen noch seinen Platz.

Christian Paul