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Auf ein Wort

Liebe Leserin, lieber Leser,
der Sommer war bisher sehr ereignisreich, in positivem wie in negativem Sinne. Die Olympischen Spiele haben manche begeistert, manche haben sich dagegen gefragt, ob so etwas wirklich sein muss, angesichts der immer noch gefährlichen Infektionslage. Nach wie vor wird sehr viel darüber diskutiert, was nun richtig und angemessen ist.

Bei uns gab es viele Lockerungen, die gesellschaftliches Leben wieder möglich machen. Veranstaltungen dürfen wieder stattfinden, Gruppen dürfen wieder zusammenkommen und wir haben endlich wieder die Möglichkeit, Freunde und Familienangehörige zu treffen. Ein guter Grund für uns, freudig und optimistisch in die Zukunft zu blicken!

Wir wollen am 28.8. ein Spätsommerfest feiern und dabei die vollen Basarlager leeren. Natürlich gibt es dafür ein Hygienekonzept, wir werden sehr vorsichtig sein und darauf achten, dass Infektionen ausgeschlossen werden.

Sehr viele Menschen bei uns in der Gemeinde sind froh und erleichtert, dass solche Veranstaltungen nun wieder möglich sind, es fühlt sich gut und richtig an.

Ich denke bei aller Vorfreude auf die schönen Ereignisse und Veranstaltungen aber auch an die vielen Menschen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, die durch die Folgen der Unwetter und Überschwemmungen alles verloren haben und nun nicht wissen, wie es weitergehen soll.

Wichtig ist, bei all´ unserer Vor- und Lebensfreude, die Sorgen dieser Menschen nicht aus dem Blick zu verlieren. Der Monatsspruch für den Oktober fasst gut zusammen, was unser Denken und Handeln bestimmen soll. In Hebräer 10, 24 heißt es:

„Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken.“

Ja, es ist gut und richtig, sich zu freuen und zu feiern. Diese Lebensfreude braucht jeder Mensch. Aber neben der Frage: „Was brauche ich?“ steht für uns die Frage: „Was brauchst Du?“ Ohne diesen achtsamen Blick auf die Nächsten geht es nicht. Und damit ist weit mehr als die Einhaltung des Sicherheitsabstands und das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gemeint.

So oder so: Geben Sie auf sich acht, achten Sie auf andere, lasst uns aufeinander achthaben.

Einen gesegneten Sommerausklang und Herbst wünscht

Lars Petersen