1. Am 4. Januar ist in unserer Kirche die Trauerfeier für die im Dezember 1984 verstorbene Künstlerin Maria Pirwitz. Sie hat für unsere Kirche die Intarsien an der Kanzel und dem Taufsockel, sowie die Plastik für die Eingangshalle des Gemeindehauses geschaffen.
    In der konstituierenden Sitzung des neuen Kirchenvorstandes werden am 24. Januar in folgende Ämter gewählt.
    Im Februar werden in sieben Konfirmationsfeiern 111 Konfirmanden konfirmiert.
    Für unsere Partnergemeinde Alt-Kanin hat unsere Gemeinde eine Motorsäge gekauft, die dort dringend benötigt wird, um das Zuwachsen des Friedhofes zu verhindern. Herr von Essen hat die Säge bei einem DDR-Besuch mitnehmen und in Alt-Kanin abliefern können.
    Am 24. März feiert Pastor Meder sein 40-jähriges Ordinationsjubiläum.
    Wir haben wieder eine Vikarin: Frau Anne Rahe, sie hat in Hamburg und München studiert.
    An der Kirche werden die alten Dachrinnen durch neue aus Kupfer ersetzt.
    Im Juni reist Frau Schütz mit einem Teil der Kantorei nach Alt Kamin.
    Unsere Verwaltungsangestellte Edith Meyer feiert am 1. September ihr 25-jähriges Dienstjubiläum.
    Pastor Meder geht in den Ruhestand. Er wird, da jede Stelle aus finanziellen Gründen sechs Monate vakant bleiben muss, noch bis zum 31. März 1986 Vertretung in der Christophorusgemeinde machen.
    Auch Herr Müller geht nach 30-jähriger Tätigkeit als Küster der Christophorusgemeinde am 31. Dezember 1985 in den Ruhestand.

  1. Zum ersten Mal wird am 12. Januar aus der Christophoruskirche ein Rundfunkgottesdienst übertragen, die Predigt hält Pastor Meder. Im Anschluss an den Gottesdienst wird bei einem Empfang unser Küsterehepaar Anneliese und Hans-Gerhard Müller in den Ruhestand verabschiedet.
    In diesem Jahr werden bei 5 Konfirmationsfeiern 100 Konfirmanden konfirmiert. Für Pastor Meder sind es die letzten Konfirmationen.
    Am Ostermontag hält Pastor Meder seine Abschiedspredigt. Anschließend gibt es ihm zu Ehren einen Empfang, auf dem sich die Gemeinde von ihrem ersten Pastor nach fast 40 Jahren verabschiedet.
    Der Kirchenvorstand hat Ingo Selk als Nachfolger für Herrn Müller zum Küster gewählt. Da eine sechsmonatige Vakanz vorgesehen ist, kann er seinen Dienst offiziell erst zum 1. Juli 1986 antreten.
    Am 1. Juni beginnt Pastor Matthias Kempendorf seine Tätigkeit in der Christophorusgemeinde.
    Über den Arbeitskreis III hat sich ein Besuchsdienstkreis gebildet, der ältere Menschen zu Geburtstagen besucht und kranke Menschen, die von der Diakoniestation betreut werden.
    Raimund Adametz beendet am 30. Septemebr seine Tätigkeit in unserer Gemeinde, besonders für den Bezirk Lentersweg.
    Herr Selk wird am 18. Januar 1987 im Gottesdienst in sein Amt als Küster der Christophorusgemeinde eingeführt.

  1. In diesem Jahr werden in unserer Gemeinde 83 Jugendliche konfirmiert.
    Mit dem „Kreis junger Erwachsener“ hat sich ein neuer Gesprächskreis gebildet. In den Gesprächsabenden geht es um Arbeit, Partnerschaft, Frau- und Mannsein im christlichen Horizont.
    Unsere neue Vikarin Frauke Fleischhammer bleibt im Rahmen ihrer Ausbildung für ein Jahr bei uns.
    Im Mai heiratet Pastor Kempendorf. Seine Frau Marion Knutz-Kempendorf ist ebenfalls Pastorin. Unser KV hat zugestimmt, dass sich beide eine Pfarrstellen teilen.
    Unsere Orgel muss gereinigt und überholt werden. Das soll im Jahr 1988 geschehen. Die Kosten von 20.000.- DM werden je zur Hälfte aus Haushaltsmitteln und aus Spenden aufgebracht.
    Edda Callsen wird als Nachfolgerin von Raimund Adametz seine Arbeit am Lentersweg fortsetzen.

  1. Am 13. Februar wird nach sechs Jahren, wieder ein Gemeindeball gefeiert. Man möchte gerne diese Art eines Gemeindefestes wieder aufleben lassen.
    Gemeinsam mit den evangelischen Kirchen in der DDR halten viele evangelische Gemeinden in Westdeutschland eine Friedensdekade vom 6. bis 16. November zu den Themen Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung ab.
    Das Arbeitsprojekt „Gottesdienst leben“, das im letzten Jahr begonnen hat, ist jetzt abgeschlossen. Eine wichtige Erfahrung für die Teilnehmer war die gemeinsame Erschließung des Predigttextes für den kommenden Sonntag. Daraus ergibt sich ein neues Angebot an die ganze Gemeinde: ein „Predigtvorbereitungskreis“.