Beendigung der Partnerschaft mit Gemeinden im Turiani-Distrikt/Tansania

Seit 14 Jahren besteht eine Partnerschaft zu Tansania. Gepflegt, gestaltet und immer wieder in Erinnerung gerufen wurde sie zunächst von Vertreterinnen und Vertretern der Kirchengemeinden St. Lukas und St. Marien. Am 13. Mai 1997 besuchte eine Delegation aus der Morogoro Diözese das Nordelbische Missionszentrum (heute heißt es Zentrum für Mission und Ökumene) und überreichte Briefe und Fotos der neuen Partner aus dem Turiani-Distrikt. So begann alles, so begann die Partnerschaft und wurde von Mitgliedern eines Arbeitskreises gepflegt. Es wurden Gelder gesammelt, Projekte in Tansania gefördert und Kontakte gehalten. Zunächst bestand der Arbeitskreis aus Mitgliedern der Gemeinde St. Lukas und St. Marien, später kamen andere hinzu, der Arbeitskreis erweiterte sich und wurde zum „Tansania-Arbeitskreis Mittleres Alstertal“.

Viel Zeit und Energie haben die Mitglieder des Arbeitskreises in die Partnerarbeit investiert und jeden Pfingstmontag gab es den regionalen Tansania-Partnerschaftsgottesdienst. So eine lange Partnerschaft verändert sich sicher im Laufe der Jahre und hängt an Menschen auf beiden Seiten des Partnerschaftsbandes. Und sicherlich gab es neben den vielen guten und intensiven Erfahrungen gerade in den letzten Jahren immer wieder auch andere Erfahrungen, die auf Distanz gehen ließen.

So ist dieser Schritt, den der Arbeitskreis und die Vorstände der beteiligten Kirchengemeinden der Region Mittleres Alstertal nun gehen, ein Schritt, der gewachsen ist, der notwendig ist und sicher nicht leicht fällt.

Am Pfingstmontag wurde die Partnerschaft in einem Gottesdienst beendet. Wir haben noch einmal Rückblick halten, für positive und bereichernde Erfahrungen gedankt und auch das Schwierige gerade der letzten Zeit nicht verschwiegen.

 

Allen, die im Tansania-Arbeitskreis Mittleres Alstertal mitgewirkt, mitgearbeitet haben, sagen wir ganz herzlichen Dank. Wir danken für die Zeit, den Einsatz und die Energie für die Partnerarbeit, für die Gemeinde in Tansania und dafür, dass in der Region Mittleres Alstertal diese Partnerschaft immer wieder Thema war. Dies wird bleiben, dieser Blick darauf, dass wir im reichen Deutschland, in einer immer noch vergleichsweise reichen Kirche den Blick für unsere Schwestern und Brüder in anderen Teilen dieser Welt nicht verlieren.

Die Partnerschaft wird beendet, die Themen bleiben und werden uns weiter beschäftigen.

 

Im Namen des Beauftragtengremiums St. Lukas Michael Watzlawik, Pastor i.R.