Hamburger Orgelsommer

„Die Orgel ist ohne Zweifel das größte, das kühnste und das herrlichste aller von menschlichem Geist erschaffenen Instrumente, sie ist ein ganzes Orchester, von dem eine geschickte Hand alles verlangen, auf dem sie alles ausführen kann.“

Honoré de Balzac (1799-1850)

Hamburg zieht alle Register

Anlässlich des 300. Todestages des bedeutenden Hamburger Orgelbauers Arp Schnittger (1648-1719) wird es im Orgeljahr 2019 rund 900 Veranstaltungen überall in der Stadt geben. Er war einer der berühmtesten Orgelbauer seiner Zeit. Sein Wirkungskreis erstreckte sich über Nordeuropa, wo er über 100 Orgelneubauten schuf und stilbildend war. Seine Hauptwerkstatt hatte er Hamburg-Neuenfeld. In der dortigen St. Pankratiuskirche fand er auch seine letzte Ruhestätte. Schnitger konzipierte seine Orgeln zum einen für die Begleitung des Gemeindegesangs. Zum anderen dienten sie der Darstellung der norddeutschen Orgelschule, die sich in den von der Kaufmannschaft organisierten Abendmusiken der Hansestädte entfalten konnte. Etwa 30 seiner Instrumente sind in ihrer Grundsubstanz noch erhalten.

Die Orgel gehört zu den vielseitigsten Instrumenten und wird nicht umsonst die Königin der Instrumente genannt. Mit über 300 Orgeln zählt Hamburg nach Angaben der Kulturbehörde heute zu den wichtigsten Orgelstädten der Welt. Bei den Veranstaltungen in Hamburg steht die Arp-Schnitger-Orgel von 1693 in St. Jacobi an zentraler Stelle, denn sie ist das größte erhaltene Instrument seines Erbauers und eine seiner bedeutensten.  Das Pfeifenwerk ist weitgehend original.

Informationen zum Orgeljahr gibt es im Internet unter www. orgelstadt-hamburg.de

Gerhild Krieger-Kopperschmidt

 

(Quellen: Wikipedia; Jan Haarmeyer, Hamburger Abendblatt v. 9.1.2019; orgelstadt-Hamburg.de)